Technik
Ein paar Worte zu beginn
Das folgende ist keine Wissenschaftliche abhandlung. Ich erhebe keinen Anspruch auf vollständigkeit oder technische korrektheit. Ich gebe jedeglich mein Verständniss des Sachverhaltes zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wider. Hier beschrieben Handlugnen sind keine Anleitung. Ich übernehme keine Haftung für Sach oder Personenschäden, die bei der Nacharmung hier beschriebener Handlungen enstehen könnten.
Im folgendem geht es um die Farhtechnik. Wir befassen uns mit der Entwicklung bis heute, wie und warum es überhaupt möglich ist solche Späktarkuläre manöver wie eine auf dem Asphalt schleifende Schulter zu beobachten.

Von Jack de Nijs für Anefo - http://proxy.handle.net/10648/ab45d5ea-d0b4-102d-bcf8-003048976d84, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=66580396

Von Autor/-in unbekannt - http://bmxmuseum.com/bikes/jupiter/29747, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15474404

Von Fotograaf Onbekend / Anefo, Peters, Hans / Anefo - http://proxy.handle.net/10648/abed83a8-d0b4-102d-bcf8-003048976d84, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65828443
Die Geschichte der Fahrtechnik
Die Entwicklung der Fahrtechnik lässt sich anhand des Rennsports ableiten.Motorradrennen gibt es vermutlich schon seit das zweite jemals gebaute Motorrad vom Band lief.Das älteste mir bekannte Rennen ist die Tourist Trophy auf der Isle of Man. Seit 1907 wird auf der gleichnahmigen Insel in der Irischen See, bis heute um die Wette gefahren.
Seit 1949 gibt es eine offizielle Motorrad Weltmeisterschaft. Einer der erfolgreichsten Fahrer war Giacomco Agostini. Mit insgesamt 122 Rennsiegen und 15 Weltmeisterschaften in mehreren Klassen hält er bis heute noch einige Rekorde.
Das Bild von der Dutch TT 1968 zeig recht anschaulich wie Agostini und seine Konkurrenten gefahren sind. Auffällig dabei? Die Technik wird ist bis heute noch zu sehen. Zugegeben bei rennen eher selten, allerdings fährt fast jeder der ein Motorrad auf der Landstraße bewegt fast genau so. Der Körper bleibt mittig und in einer Linie mit dem Motorrad. Der Fahrer legt sich mit dem Motorrad in die Kurve. In Fahrschulkreisen nennt man dies technik auch genau so. Legen. Im Rennsport spricht man von eher vom "alt englischen Fahratil." Einen unterschied macht unterdessen die Fußspitze. In der Fahrschule wird berechtigterweise dazu geraten den Fußballen auf der Fußraste zu stellen. Fahrer wie Agostini nutzten ihre Fußspitzen als Inidkator für die Schräglage. Wenn die Fußspitze den Boden berührt war es schräg genug. Mehr war auch nicht möglich. Reifen, Fahrwerk, Geometrie, teilweise auch das verstädniss für die Fahrdynamik steckte noch in den Kinderschuhen.
Die auffälligste entwicklung im Berreich Fahrtechnik wird heute dem Finnen Jarno Karl Keimo Saarinen zugeschrieben. "der fliegende Finne", so Saarinen´s Spitzname, fuhr zunächst Eisspeedway. Wie auf dem oberen Foto zu sehen zu sehen ist es dort gang und gebe das Bein auf der Kurveninnenseite vom Motorrad weg zu stecken um die fahrt um die Kurve zu stabilisieren. Saarinen adaptierte das auf die Straßenrennmaschine und Spreizte das Kinne aktiv vom Tank weg.
Auch die großen Namen des Sports wie Phil Read ( Startnummer 1 auf dem unteren Bild) übernahmen diese Technik recht schnell. Bei einem amerikanischen Nachwuchsfahrer hat Saarinen wohl einen bleibenden eindruck hinterlassen. Kenny Roberts Senior übernahm die Fahrtechnik und trieb sie auf die Spitze. Statt der Fußspitze nutzte Roberts sein Knie als Indikator für die Schräglage und etablierte damit den Kneedown also also das schleifen des Knies in der Kurve als Fahrtechnik. Die damlaige Schutzkleidung der Fahrer war nicht darauf ausgelegt, dass irgendetwas bewusst auf der Straße schleift.Und blankes Leder bremst auf Aspahlt. Die heute bekannten Knieschleifer waren noch nicht erfunden. Also haben sich die fahrer selbst geholfen. Randy Marmola zum Beispiel hat alte Visire von seinen Helmen mit Panzertap an seinem Knie befestigt. Einem Urban-Myth nach sind auch die ersten Rückenprotektoren aus Helmvisiren entstanden.
Hanging off
Nicht nur die Fahrtechnik sonder auch das Material entwickelten sich immer weiter. Reifen wurden besser und sorgeten für mehr Grip.Die Fahrwerke und die Geometrie wurden immer ausgefeilter. Die möglichen Schrälagenwinkel wurden genau so größer, wie die Kurvengeschwindigkeiten. Motorenentwicklung und damit verbunden die vorhande Leistung wurden besser. So kam es bereits in den 1980ern immer mal wieder dazu, dass der Ellenbogen kontakt mit der Straße hatte. Allerdings waren das zu der Zeit noch keines Wegs beabsichtig. Der erste Fahrer, der zweifelsfrei belegbar, mit dem Ellbogen auf der Straße abgelichtet wurde, war der Franzose Jean-Philipe Ruggia. Enstaden ist das Bild 1988 im Rahmen des 250 cm³ rennes in Donnington. Ellenbogenschleifen machte Ruggia allerdings nicht schneller. Auch ließ sich die Technik zuverlässig reproduzieren.

Symbolische Darstellung vom Leg Dangel bzw. Dangling Leg

By Hans Peters for Anefo - https://proxy.handle.net/10648/ac4ee4f4-d0b4-102d-bcf8-003048976d84, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=67898908

So in etwa könnte es bei Ruggia ausgesehen haben. Für die erstellung habe ich auf eine KI zurückgegriffen.
moderne Fahrtechniken
Für Bahnbrechende fortschritte in der Reifenetwicklung, sorgte der Austrailier Garry McCoy anfang der 2000er durch seinen Fahrstil der viel Spin erzeugte.Mit Spin ist ein durchdrehendes Hinterrad gemeint. McCoy beschleunigte so stark aus den Kurven das der Reifen das Drehmoment vom Motor nicht mehr vollständig auf Strecke übertragen konnte und fuhr deshalb im drift aus der Kurve. Nach dem damaligen Kentnissstand hätte er eigentlich dabei stürzen müssen. Ist er aber oft genung nicht. Irgendwann kam man dann dahinter dass, die Oberflächentemperatur des Reifens nicht unbedingt der Temperatur in der Karkasse entspricht und auch auch keinen Einfluss darauf hat ob der Reifen funktioiert oder nicht.

Ungefähr so sah es vermulich aus wenn McCoy auf der Strecke war.
Auch Valentino Rossi hat etwas zur modernen Fahrtechnik beigetragen. Mittlerweile nutzen selbst einige Hobby Piloten den Berühmten Leg Dangel vom Doctor. Was genau der bewirkt ist nicht bewiesen. Es gibt ein paar theorien dazu. Am warscheinlichsten ist dass er es ähnlich wie im Speedway zum Balacnieren nutzt.Zum mal es den Vorteil hat das man von hinten betrachtet etwas breiter wird. Weniger platz für andere zum überholen. Rossi hat selbst hat nie verraten, warum er damit angefangen hat, oder was es ihm nutzen soll.
Die ab 2002 eingesetzten Viertaktmotoren brachten auch neue herausforderungen mit sich. Zum Beispiel brauchten die Fahrer ab dem Scheitelpunkt(also dem Moment ab dem der Fahrer wieder Gas gibt) mehr Grip. Dani Pedrosa hat dafür den Pick Up verbessert. Damit ist der Moment des Gasanlegens gemeint. Pedrosa ließ in genau dem Moment den Oberkörper nach innen Fallen.Dadurch hat sich das Motorraad ein Stück aufgerichtet. Die Kontaktfläche des Reifens wird damit ein Stück größer. Der Reifen kann mehr Kraft übertragen bzw. mehr Traktion aufbauen dadurch wird einen stärkere beschleunigung möglich. Sowohl Cayse Stoner als auch Marc Marquez haben später zugegeben, dass sie diese Technik von Pedrosa gelernt haben.

Nach dem Stoner, 2012 überraschend seine Karrieere beendedete, trat Marc Marquez in seine Fußstapfen. Marquez entwickelte schon in der Moto2 eine sehr eigene Fahrtechnik. Marquez begann das Schleifen mit dem Ellenbogen auf der Straße, aktiv zu nutzen. Ähnlich wie Kenny Roberts Sr. ende der 1970er, zunächst als Indikator für die Schräglage. Später jedoch viel mehr als eine Art Sensor. Laut eigener Aussage kann er über den Kontakt mit dem Ellenbogen früher Spühren wenn das Vorderrad einklappt. Da Marquez mit seiner Fahrtechnik recht schnell, ziemlich erfolgreich war, wurde sie von vielen anderen adaptiert. Durch die weiterentwicklung von Reifen, Fahrwerk, Geometire und dem extremen Hanging Off dass heutzutage in der MotoGP als Fahrtechnik angewannt wird, sind ein paar der Piloten mitlerweile so dicht am Boden, das auch andere Körperteile auf der Straße schleifen. Zum Beispiel die Schulter oder der Oberarm. Das ist allerdings keine Abschicht sondern viel mehr ein Nebenprodukt.

Wo wir gerade von Casey Stoner reden, er führte das "Rearsteering" ein. Stoner ist mit Dirt Track Rennen aufgewachsen. Deshalb fühelte es sich für ihnvermutlich Sicherer an das Motorrad über das Heck zu steuern. Er hat vor bestimmten Kurven das Motorrad bewusst dazu gebracht auszubrechen um den Winkel und damit auch die Fahrtrichtung über das Gas zu steuern. Dadurch hat er das Vorderrad entlastet und konnte sozusagen nicht über das Vorderrad stürtzen. Warscheinlich hat er auch von den eigenheiten der damaligen Bridgestone Reifen profitiert. Diese hatten weniger Grip insgesamt, allerdings haben sie auch weniger stark abgebaut. Entsprechend haben sie vermutlich auch das Sliden besser vertragen.

By Andrew Napier - Flickr: Marc Marquez, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30814245